Mit Inkraftsetzung der aktuellen Coronaschutzverordnung für NRW sowie den konkretisierten Vorgaben zum Arbeitsschutz der DGUV und BMAS sind wir glücklicherweise wieder in der Lage unser Kursangebot aufzunehmen!

Ab sofort können Sie wieder wie gewohnt persönlich, telefonisch oder per elektronischen Medien einen eigenen innerbetrieblichen Kurs buchen oder aber auch in unseren öffentlichen Kursen teilnehmen.

Für die Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen sowie Vorhaltung der Hygienemassnahmen bleibt der Arbeitgeber verantwortlich, ebenso für die sachlichen Voraussetzungen wie Seminarraum uä. Bitte halten Sie daher ausreichend Hygienemittel, Mund-Nasen-Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

Wir unterstützen Sie gerne bei Beschaffung oder beraten Sie entsprechend der gültigen Vorgaben – sprechen Sie uns an!

Bleiben Sie gesund, ihr RESQmed-Team

Werden Sie Brandschutzhelfer oder frischen Ihr Wissen in der Ersten Hilfe auf…

Sichern Sie sich direkt die neuen Termine für unsere offenen Kurse in Köln im Bereich Brandschutzhelfer oder Erste Hilfe… Anmeldung direkt Online möglich!

Jahresplanung 2020 Brandschutz Erste Hilfe

Download Kurstermine2019 oder direkte Anmeldung unter www.kurse.resqmed.de

Termine für Erste Hilfe und Brandschutz Kurse in 2019 für einzelne Teilnehmer am Standort Köln. Terminanfragen telefonisch unter 02203 94798700

Wir möchten euch auf unseren neuen Erste-Hilfe-Kind Kurs „Pänz und Aua!“ aufmerksam machen!

Der Kurs bietet umfangreiche Informationen zu Notfällen und trägt zur Prävention beim Umgang mit Kindern und Babies bei. Der Kursinhalt ist speziell auf die Wünsche der Teilnehmer zugeschnitten. Eltern, Großeltern, Erzieher und andere Interessierte sollen von unserem Kurs profitieren.

Bei einer geringen Teilnehmeranzahl bieten wir offene Kurse in unserem Seminarraum an.

Wenn ihr Fragen habt dürft ihr uns gerne kontaktieren!

Wir freuen uns auf euch 🙂

service@resqmed.de
02203 947 987 00

 

Wir -die RESQmed- sind Experten für Brandschutz, Erste Hilfe und Notfallvorsorge. Als Partner unterstützen wir zahlreiche Unternehmen deren präventive Maßnahmen im Hinblick auf die geltenden Vorschriften effizient zu erfüllen. Außerdem sind wir seit vielen Jahren ermächtigte Ausbildungsstelle für die Aus- und Fortbildung in „Erste Hilfe“. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, suchen wir zum 01.07.2018 an unserem Sitz in Köln

 eine/-n

 

Mitarbeiter/-in im Vertriebsinnendienst

(Teilzeitbesetzung möglich)

 

Ihre Aufgaben

  • Beratung unserer Kunden und Interessenten bei Fragen zum Schulungs- und Dienstleistungsportfolio.
  • Selbstständige Planung und Durchführung vertriebsspezifischer Projekte (Stammkunden- bzw. Neukundenakquise).
  • Erstellung und Nachverfolgung von Angeboten.
  • Unterstützung bei der Organisation von Terminen mit Kunden und Teilnehmerverwaltung.
  • Rechnungserstellung und –erfassung (keine Buchhaltung).
  • Dateneingabe und -pflege.

Ihre Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im kaufmännischen oder medizinischen Bereich.
  • Vertriebserfahrung.
  • Kenntnisse der gängigen Office-Anwendungen, idealerweise Erfahrung mit HiOrg und Lexoffice.
  • Sehr gute Ausdrucksweise in Wort und Schrift.
  • Teamorientierte, strukturierte Arbeitsweise und gute kommunikative Fähigkeit.
  • Kenntnisse in den Gebieten Erste Hilfe und Brandschutz sind wünschenswert.

Wir bieten

  • Ein familiäres Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien
  • Abwechslungsreiche Aufgaben
  • Eine gute Einarbeitung
  • Leistungsgerechte Vergütung

 

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung ausschließlich elektronisch mit Anlagen und Gehaltsvorstellung an:

bewerbung@RESQmed.de

Für Fragen stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 02203/94798700 oder der oben genannten E-Mail-Adresse gern zur Verfügung.

Wir freuen uns Sie vielleicht bald im Team begrüßen zu dürfen!

 

RESQmed GmbH & Co.KG® – Edmund Rumpler Str.6 – 51149 Köln – www.RESQmed.de

Erste Hilfe KOMPAKT

Im Gesundheitswesen ist eine regelmäßige und professionelle Schulung der Mitarbeiter in Erste Hilfe Maßnahmen unerlässlich. Nach den Richtlinien des MDS ist das Pflegepersonal dazu verpflichtet einmal jährlich ein Notfalltraining zu absolvieren.

Nicht jeder kann dabei einen ganzen Tag seine Mitarbeiter entbehren bzw. durch die Abrechnungsumstellung der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW) die Schulungskosten refinanzieren.

Um dennoch der Fortbildungsverpflichtung nachzukommen bietet der Erste Hilfe kompakt Kurs eine kostengünstige Alternative und eine perfekte Mischung zwischen individuellen Trainingswünschen und klassischen Erste Hilfe Inhalten. Unsere Trainings erfolgen auf Basis der europaweit anerkannten Leitlinien des European Resuscitation Councils (ERC).

Zielgruppen
  • BGW Kunden, deren Mitarbeiter nicht mehr finanziert werden
  • Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste
  • Häusliche Krankenpflegedienste
  • Arztpraxen
  • Zahnarztpraxen
  • Krankenhäuser
  • Physiotherapiepraxen
Teilnehmer
  • Maximal 20 Teilnehmer
Inhalte
  • Die Lerninhalte sind angelehnt an die Richtlinien der Berufsgenossenschaften, dazu zählt zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Einbeziehung eines AED (Automatisch externer Defibrillator). Wunschthemen können individuell mit eingebaut werden.
Dauer
  • 4 UE (3 Stunden)
Ort
  • Inhouse Schulung (ggf. RESQmed Trainingszentrum Köln)
Kontakt
  • Telefon 02203 – 94 798 700
  • E-Mail service@resqmed.de

Wie Medizinstudenten dank einer App Leben retten

„Oh, da ist ein Herzinfarkt – ich muss los.“ Mit diesen Worten brach Veronika Sperl ein Frühstück mit Studienkollegen ab, um bei einem Notfall Hilfe zu leisten. Alarmiert wurde die 22-Jährige nicht direkt über einen Notruf – sondern über die neue App „Die Lebensretter“, für die sich Medizinstudenten seit Kurzem als Erstretter registrieren lassen kann. Damit soll nicht nur das Netz von Ersthelfern bei einem Rettungseinsatz verdichtet, sondern wertvolle Zeit verkürzt werden, bis Erste-Hilfe-Maßnahmen gesetzt werden.

Das funktioniert so: Über die App erfahren die Registrierten dank Smartphone-Ortungsdiensten, wenn in der Nähe ihres Aufenthaltsort ein Notfall passiert. Wer verfügbar ist, meldet sich und wird zum Einsatzort navigiert. Ist man noch vor der Rettung vor Ort, beginnt man sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen oder gegebenenfalls einer Reanimation, bis der Notarzt eintrifft.

Ob Herzinfarkte, plötzlicher Herztod oder ein Herz stillstand aus anderen Gründen: Pro Minute, in der nichts getan wird, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn bis zwölf Pro zent. Auch in einem per fekten Rettungssystem dauert es et wa elf Minuten bis der Not arzt am Einsatzort eintrifft. Man kann sich also aus rechnen, wie rasch die Chancen für das Überleben sinken.

Jakob Eichelter, Initiator der Lebensretter-App (im Bild unten ganz rechts), beschäftigen diese Fakten nicht erst, seit er Medizin studiert. Ein Notfall im familiären Umfeld zeigte ihm vor einigen Jahren, wie notwendig schnelles Eingreifen sein kann. Seit seinem Zivildienst als Notfallsanitä ter bei der Wiener Rettung engagiert er sich ehrenamtlich beim Verein „Puls“, der im Kampf gegen plötzlichen Herztod das Bewusstsein für Erste Hilfe erhöhen will.

© Bild: ÖHMed Wien

In anderen Ländern funktionieren derartige Ersthelfer-Apps bereits sehr gut. In Österreich gibt es seit zwei Jahren gute Erfahrungen mit einer App, die allerdings bisher nur für ausgebildete und registrierte Sanitäter zugänglich war. Aber nicht alle ausgebildeten Sanitäter sind darauf angemeldet. Doch bei Notfällen mit Herzstillständen gilt: Je mehr kundige Ersthelfer in der Nähe sind, desto höher ist die Chance für Betroffene, zu überleben.

Win-win-Situation

Diese bestehende App auf Medizinstudenten auszuweiten, lag daher für Eichelter auf der Hand – und er schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn Erste- Hilfe-Praktika und Reanimation stehen bereits in den ers ten Studiensemestern auf dem Lehrplan. „Auf der Med Uni Wien gibt es fast 8000 Studenten, die darin ausgebildet sind. Es ist doch schade, dieses Potenzial für Notfalleinsätze brachliegen zu lassen.“ Auch von Studentenseite besteht großes In te resse dabei mitzumachen. Direkt nach der ers ten Infoveranstaltung im März ließen sich 300 registrieren und wurden nach Überprüfung ihrer Daten und Zeugnisse freigeschaltet. Veronika Sperl, die derzeit im vier ten Semester studiert, hatte die Prozedur schnell hinter sich. „Es war selbstverständlich, bei diesem Projekt mitzumachen.“

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© Bild: Grafik

Im Alltag trauen sich viele die Erste Hilfe bei einem Notfall nicht zu. „Der größte Hemmschuh ist die Angst“, weiß Eichelter. Doch im Gegensatz zu Menschen, de ren letzter Erste-Hilfe-Kurs schon viele Jahre zurückliegt, sind die Medizinstudenten auf dem aktuellsten Stand. Und: „Sie trauen sich, es zu tun. Jemanden dabeizuhaben, der weiß, was zu tun ist, gibt vielen Angehörigen Sicherheit.“ Für Veronika Sperl war bereits ihr erster Einsatz in der Praxis eine gute Erfahrung. Sie kam gleichzeitig mit dem Notarztwagen zum Einsatzort. „Am Weg habe ich noch durchdacht, was zu tun ist, aber gleichzeitig war ich sehr ruhig. Ich wusste, dass ich alles richtig machen werde.“

Lebensretter: Jede Sekunde zählt

Das Projekt Umgesetzt wird  das Projekt (Gratis-Download der App „Die Lebensretter“)  mit Wiener Berufsrettung, Verein Puls und Verein Lebensretter. Die ÖH Med Wien übernimmt den Kontakt zu Studierenden. Finanziert wird die App vom Verein Lebensretter.

Der Ablauf Geht bei der Leitstelle der Wiener Rettung ein Notruf mit Verdacht auf Herzstillstand ein, werden auch registrierte Lebensretter in der Nähe verständigt. Es sind immer mehrere, um die Erste Hilfe zu gewährleisten. Die ersten werden zum Einsatzort geleitet.

#kurier.at

Worauf sollten Sie beim Kauf des Rauchmelders achten?

Die Produktnorm DIN EN 14604 regelt in Deutschland die Mindestanforderung für einen Rauchmelder:

  • Die Lautstärke des Alarmtons muss 85 dB (A) betragen.
  • Ab 30 Tage vor einem nötigen Batteriewechsel ertönt ein Warnsignal.
  • Es gibt einen Testknopf für die Funktionsprüfung.
  • Die Öffnungen des Rauchmelders sind so konstruiert, dass der Rauch von allen Seiten in die Messkammer eindringen kann.

Zudem wird die Kennzeichnungspflicht geregelt. Jeder Rauchmelder muss daher mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:

  • DIN EN 14604
  • Name oder Handelszeichen und Adresse des Herstellers oder Lieferanten
  • Herstellungsdatum oder Fertigungsnummer
  • vom Hersteller genannte Information zum Austausch
    (Anm.: es sind auch Angaben zur Lebenszeit der Batterie oder dem Austauschzeitpunkt in Abhängigkeit vom Inbetriebnahmedatum möglich)

Rauchmelder prüfen – so geht’s in 5 Schritten 3

Rauchmelder bei Stiftung Warentest

In ihrer Ausgabe 01/2018 hat die Stiftung Warentest 37 Rauchmelder getestet. Fazit: Zuverlässige Geräte sind schon für relativ wenig Geld zu haben. Bis auf ein Gerät verfügen alle anderen mit “GUT” ausgezeichneten Rauchmelder über das Qualitätszeichen “Q”. Der einzige funkvernetzte Rauchmelder im aktuellen Test (01/2018) fiel durch. Bei funkvernetzten Rauchmeldern sollte man sich besser auf die drei guten Modelle aus den Vorgängertests orientieren. Nicht getestet wurden Melder mit handelsüblicher Alkali-Batterie – von solchen Geräten raten die Tester der Stiftung Warentest grundsätzlich ab.

Experten empfehlen Q-Rauchmelder

Die mit “Q” ausgezeichneten Rauchmelder werden auch von Brandschutzexperten und der Feuerwehr empfohlen. So besitzen Rauchmelder mit dem “Q” eine fest verbaute Lithium-Langzeitbatterie mit mindestens zehn Jahre Lebensdauer. Das oft umständliche Auswechseln der Batterie ist damit überflüssig, der Wartungsaufwand dadurch deutlich niedriger. Zudem sind Q-Rauchmelder besser gegen das Eindringen von Fremdkörpern – wie z.B. Insekten – in die Rauchkammer geschützt und gegenüber herkömmlichen Rauchmeldern ohne “Q” deutlich weniger anfällig für Fehlalarme.

Der perfekte Rauchmelder_Rauchmelder Kennzeichnung_Rauchmelder retten Leben

Stellungnahme des Sachgebiets „Betrieblicher Brandschutz“

Das Löschmittel Kohlendioxid (CO₂) wird sowohl in stationären Lösch­anlagen wie auch in tragbaren und fahrbaren Feuerlöschern bereitgestellt. Bevorzugte Einsatzgebiete sind beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serveranlagen und Laboratorien, da das Löschmittel CO₂ rückstandsfreilöscht. CO₂ ist farblos, geruchlos und schwerer als Luft.

Der Löscheinsatz mit CO₂ Feuerlöschgeräten kann in kleinen und engen Räumen jedoch lebensgefährlich sein. Beim Löschen kann durch das in Sekunden freigesetzte CO₂ Volumen sehr schnell eine hohe Konzentration von CO₂ in der Raumluft erreicht werden. Bereits ab 5 bis 8 Volumen­-% CO₂ in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Verstärkter Atemantrieb oder Atemnot sind mögliche Warnzeichen.

Das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ hat in einem Projekt mit praktischen Löschversuchen folgende Ergebnisse für kleine und enge Räume, wie z.B. Schaltschrank-, Server-, Lager-, (Aufzug-) Triebwerksräume ermittelt:

Die bisherigen, auf das gesamte Raumvolumen bezogenen, Berechnungen hinsichtlich der zu erwartenden CO₂-Konzentration im Raum müssen korrigiert werden. Es muss mit einer anrechenbaren Raumhöhe von maximal 2 m statt der tatsächlichen Raumhöhe gerechnet werden.

Um keiner Gefährdung durch das freigesetzte CO₂ ausgesetzt zu sein, bedeutet dies, dass für eine Person die sich im Raum aufhält um einen Brand zu löschen, pro Kilogramm CO₂-Löschmittel mindestens eine freie Grundfläche von 5,5 m² vorhanden sein muss. Es gilt:

– 2 kg CO₂-Feuerlöscher erfordern mindestens 11 m² freie Grundfläche.
– 5 kg CO₂-Feuerlöscher erfordern mindestens 27,5 m² freie Grundfläche.

Wenn das Verhältnis von Raumgröße (freie Grundfläche!) zu Löschmittelmenge kleiner als 5,5 (m²/kg) ist, muss das Löschen des Brandes von außen durch den geöffneten Türspalt erfolgen. Anschließend ist die Tür zu schließen. Der Brandraum darf danach nur noch nach wirksamen Belüftungsmaßnahmen oder geschützt mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät betreten werden, z.B. durch die Feuerwehr.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer oder die Unternehmerin die bereitgestellten CO₂-Löschmittelmengen (Feuerlöscher) in Bezug zu den Raumgrößen zu überprüfen. Gegebenenfalls sind weitere oder andere technische und/oder organisatorische Maßnahmen (z.B. andere Löschmittel, von außen zu betätigende Löscheinrichtungen, Kleinlösch- oder Objektlöschanlagen, Betriebsanweisung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung) zu treffen.

Quelle #DGUV

 

Den Motorradhelm auflassen oder abnehmen? Bei einem bewusstlosen Motorradfahrer muss der Helm abgenommen werden. Bewusstlose Unfallopfer schweben immer in akuter Lebensgefahr, da die erschlaffte Zunge die Atemwege blockieren kann. Verunglückte Biker haben zudem häufig ein Schädel-Hirn-Trauma. Symptomatisch ist dabei das Erbrechen, was ebenfalls zum Ersticken führen kann. Um die Atemwege freizumachen, muss der Kopf sanft nach hinten gebeugt und der Mund geöffnet werden, was mit Helm nicht möglich ist.

Wie wird der Helm richtig entfernt? Der Motorradhelm muss sehr vorsichtig abgenommen werden. Wenn die Halswirbelsäule des verunglückten Fahrers verletzt sei, könne eine ruckartige Bewegung seines Kopfes eine Lähmung zur Folge haben. Zuerst wird das Helmvisier aufgeklappt, der Kinnriemen geöffnet und der Kopfschutz behutsam in Längsrichtung vom Körper weg soweit abgezogen, bis der Helfer mit der einen Hand den Hinterkopf stützen kann. Danach den Helm komplett herunterziehen, wobei Kippbewegungen des Kopfs zu vermeiden sind. Falls ein zweiter Ersthelfer am Unfallort ist, sollte er mit anfassen. Dann wird der Kopf des Motorradfahrers vorsichtig auf dem Boden abgelegt und die Atmung überprüft.

Wie kontrolliert man die Atmung? Das geht am besten, wenn sich der Ersthelfer mit seinem Kopf über das Gesicht des Verletzten beugt und dabei auf dessen Brustkorb schaut: So kann man gleichzeitig den Atem hören, an der Wange spüren und sehen, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Ist nichts davon der Fall, sollte der Ersthelfer mit der Wiederbelebung beginnen – nach Möglichkeit 30 Herzdruckmassagen und zwei Atemspenden im Wechsel, bis der Rettungswagen eintrifft. Am wichtigsten ist dabei die Herzdruckmassage. Die Mund-zu-Mund-Beatmung sei verzichtbar, wenn der Helfer sie nicht machen will oder kann.

Wie bringt man einen verletzten Kradfahrer in Sicherheit? Liegt ein verletzter Biker mitten auf der Straße, sollte er am Fahrbahnrand in Sicherheit gebracht werden. Das geht wie bei allen Unfallopfern, die sich nicht aus eigener Kraft bewegen können, am besten mit einem speziellen Rettungsgriff. Dafür wird der Betroffene leicht aufgerichtet, damit der Helfer die eigenen Arme unter seinen Achseln hindurchschieben kann. Dann mit beiden Händen einen Unterarm des Verletzten fassen, so dass dieser quer vor dessen Brust liegt. Daumen und Finger liegen dabei nebeneinander (nicht den Arm umklammern), um keinen Druck auf die Magengrube auszuüben. Bei Motorradfahrern ist besonders darauf zu achten, dass der Kopf nicht kippt.

Darf man bewusstlose Biker in die stabile Seitenlage bringen? Wenn ein Unfallfahrer zwar bewusstlos ist, aber selbstständig atmet, sollte er an einer sicheren Stelle in die stabile Seitenlage gebracht werden. Auch wenn die Halswirbelsäule womöglich verletzt ist, sei das sinnvoll. Wichtig ist auch hier, den Kopf zum Schutz vor einer Lähmung möglichst wenig zu bewegen. Die Seitenlage hat den Vorteil, dass Blut und Erbrochenes abfließen können und die Atemwege frei bleiben.

Sollte das Unfallopfer entkleidet werden? Bei stark blutenden Wunden oder inneren Verletzungen kann eng anliegende Motorradkleidung wie ein Druckverband wirken. Auch halte sie den Verletzten warm, das sei im Sommer wie im Winter gleichermaßen wichtig. Jeder zweite Schwerverletzte kommt im Sommer unterkühlt in die Klinik, was zu großen Problemen bei der intensivmedizinischen Versorgung und der Nachbehandlung führen kann. Durch eine Unterkühlung könnten zum Beispiel der Zuckerstoffwechsel und die Funktion von Herz und Nieren schwer gestört sowie das Immunsystem unterdrückt werden. Daher sollten Verunglückte immer mit der Rettungsdecke aus einem Kfz-Verbandskasten eingehüllt werden – auch im Hochsommer.

Welche Verletzungen müssen zuerst versorgt werden? Häufig brechen sich Kradfahrern bei einem Sturz die Knochen in Armen und Beinen oder die Hüfte. Zunächst sollten Ersthelfer sichtbare Frakturen und stark blutende Wunden an freiliegenden Körperstellen mit Verbänden bedecken. Hautabschürfungen und kleinere Schnitte sind zu vernachlässigen. Wenn Biker bei einem Unfall unter einer Leitplanke hindurchrutschen, können dabei sogar Gliedmaße abgetrennt werden, gerade die Beine sind gefährdet. In diesem Fall, sollte man den Stumpf mit keimfreiem Verbandszeug abdecken. Oft stoppe die Blutung kurz danach. Das Amputat sollte schnell in eine sterile Kompresse oder ein Verbandtuch gewickelt, in eine Plastiktüte gesteckt und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Kann man als Ersthelfer für Fehler bestraft werden? Bei einem Verkehrsunfall sind Zeugen und Unfallbeteiligte zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet. „Helfer müssen das objektiv Mögliche und subjektiv Zumutbare tun“, sagt Frank Häcker, Fachanwalt für Verkehrsrecht in Aschaffenburg. Sein eigenes Leben muss also niemand aufs Spiel setzen, um anderen zu helfen. Machen Laien bei Rettungsmaßnahmen Fehler, brauchen sie keine rechtlichen Konsequenzen zu fürchten. Wer aber untätig bleibt, muss sich auf eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr gefasst machen.

Quelle #Welt